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Durch die zollerische Erbteilung erhielt Friedrich der
Oettinger im Jahre 1402 die Gemarkung Öschingen. Dieser vermachte es 1413
zusammen mit Mössingen seinem
Bruder Frizli. Der wiederum verkaufte es 1415 an Graf Eberhard den Milden
von Württemberg. 1429 kam Öschingen durch den Vertrag mit Graf Eitelfritz
samt den 27,5 Pfund grundherrlicher Steuern an die Grafen Ludwig und
Ulrich. Die Verträge von 1440 und 1456 mit Zollern ließen Öschingen
endgültig württembergisch werden und bleiben. Als württembergisches Lehen
hatten um 1430 auch die Herren von First Güter in Öschingen. Die Burg First, ein
altes Fillial von Öschingen, war im 11. und 12. Jahrhundert Sitz der
Edelfreien, am Ende des 13. Jahrhunderts Sitz eines adeligen Geschlechts.
Auf einem schmalen Bergrücken zwischen Mössingen und
Öschingen erhebt sich der Firstberg. Seine Hochfläche, etwa 500 Meter
breit, verengt sich schließlich in einem schmalen Kamm, der sich dann vor
dem äußersten Abschluss wieder zu einer Hochfläche verbreitert, auf der
sich in früheren Zeiten die Burg First erhob. Nach einem alten Bild in
Kiefers Forstlagenbuch aus dem Jahr 1683 bestand die Hauptburg aus einem
turmartigen Burghaus und einem Wohngebäude für das Gesinde der Burgherren.
In der zweiteiligen Vorburg standen die Wirtschaftsgebäude, der
Haupteingang führte von Osten her über drei kleine Gräben mit Brücken zur
Hauptburg.
Die Burg und die dazu gehörigen Ländereien wechselten
im Laufe der Zeit mehrmals den Besitzer. Bereits 1576 war die kleine Burg
recht baufällig. 1756 verkaufte Herzog Karl die Burg für 900 Gulden an den
Schultheiß Wagner und elf Öschinger Bürger. Den Bestimmungen des
Kaufvertrages entsprechend mussten damals die Käufer die Gebäude
abbrechen. Mit dem Jahr 1757 hatte die Burg zu Bestehen aufgehört.
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