Ausstellungen

Warum Ausstellungen?

Ausstellungen sind zuchtfördernde Einrichtungen, die das Zuchtniveau widerspiegeln und den Interessenten informieren. Auf Ausstellungen können Züchter und Besitzer ihre Hunde ausstellen um zu sehen, wo sie mit ihrer Zucht stehen. Die Hunde werden von einem Richter gerichtet, der die Hunde nach dem Standard richtet. (siehe Standard) Eine Voraussetzung für die Zucht ist auch, dass die Hunde ausgestellt werden.

Wie läuft eine Ausstellung ab?

Am Tag der Ausstellung versuchen wir immer ca. 90 Minuten vor dem Start im Ring am Ausstellungsgelände zu sein. Die meisten Ausstellungen beginnen um 9 Uhr oder 10 Uhr.
 

Nach dem man die Startnummer und den Katalog in dem alle Hunde der Ausstellung gelistet sind ausgehändigt bekommen hat wir ein geeigneter Platz gesucht- (wenn möglich mit gutem Blick auf den Ring) an dem dann der Trimmtisch usw. aufgebaut werden.
Eine halbe Stunde bevor der Hund in den Ring muss wird er auf den Tisch gestellt um ihn auf zu kämmen. Natürlich ist der Hund für die Ausstellung in einer Top-Kondition. Das Fell wurde die Wochen zuvor mehrfach getrimmt um auf die Ausstellung die gewünschte Fellqualität zu erreichen.
Nach dem Zurechtmachen auf dem Trimmtisch geht es dann in den Ring. Dort werden die Hunde von einem Richter nach dem Standard gerichtet. Dabei werden sie an der Vorführleine im Kreis geführt, vor den Richtertisch geführt, aufgebaut, oder stellen sich selbst in die richtige Position. Danach wird nochmals im Dreieck gegangen und noch eine Gerade. Somit kann der Richter das Gangwerk des Hundes beobachten (Schubkraft, Beinstellung, usw.) Dabei wird darauf geachtet, dass der Hund stets im Blickfeld des Richters ist, niemals darf der Blick auf den Hund durch den Handler verdeckt werden.
Die Hunde gehen auf den Ausstellungen nach Rüden und Hündinnen getrennt in verschiedenen Klassen.

 

 

 

Klasseneinteilung:

Bei der Ausstellung werden die Hunde in folgender Reihenfolge gerichtet:
(Zuerst die Rüden, dann die Hündinnen)

 

Veteranenklasse:
ab 8 Jahren
Die Hunde erhalten keinen Formwert sondern werden nur platziert.
Aus dem erstplatzierten Rüden und der erstplatzierten Hündin wird der beste Veteran der Rasse ermittelt. Dieser nimmt dann am Wettbewerb um den „besten Hund der Rasse“ (BOB) teil.

Ehrenklasse:
Voraussetzung ist der Internationale Schönheitschampion der FCI.
Der erstplatzierte Hund nimmt am Wettbewerb um das BOB teil.

Jüngstenklasse:
Die Hunde sind hier zwischen 6 und 9 Monate alt.
Diese Hunde erhalten eine allgemeine Beurteilung durch den Richter und eine Bewertung entweder
„vielversprechend“ (VV), „versprechend“ (VSP) oder wenig versprechend (WV).
Diese Hunde nehmen an keinem weiteren Wettbewerb teil.

Jugendklasse:
Alter: 9- 18 Monate

Zwischenklasse:
Alter: 15-24 Monate

Championklasse:
Alter: ab 15 Monaten, verbunden mit einem anerkannten Championtitel.
(Internationaler Champion, Nationaler Champion, Deutscher Champion (VDH),
Deutscher Bundessieger und VDH-Europasieger berechtigen nur in Verbindung mit einem Nachweis einer Anwartschaft für einen Championtitel auf einer anderen Zuchtschau)

Gebrauchshundeklasse:
Alter: ab 15 Monaten in Verbindung mit einem Leistungs-/ Ausbildungskennzeichen
(VPG oder IPO)

Offene Klasse:
Alter: alle Hunde ab 15 Monaten.
 



Wenn alle Rüden bewertet wurden, wird das CAC ermittelt. Im Ring sind nun die Hunde welche mit V 1 bewertet wurden aus folgenden Klassen: Zwischen-, Champion-, Gebrauchshund- und Offene Klasse. Diese Hunde werden sich nun im Ring gegenübergestellt. Der beste Rüde bekommt die Anwartschaft auf den Champion-Titel.

Der Rüde aus der Klasse des CAC-Gewinners welcher mit V2 bewertet wurde kommt nun noch in den Ring muss mit den anderen Rüden, die nicht das CAC errungen haben um das Reserve-CAC laufen. Der beste Rüde bekommt dann die Reserve-Anwartschaft.

Danach folgt die Bewertung der Hündinnen.

Am Schluss wird der beste Hund der Rasse (BOB) ermittelt.
Daran nimmt der beste Hund aus der Jugendklasse (nur mit V1 Bewertung) teil und die CAC-Gewinner, sowie der Erstplatzierte aus der Ehrenklasse und der beste Veteran.

Der beste Hund der Rasse bekommt dann das BOB und nimmt ganz am Schluss am Gruppenwettbewerb im Ehrenring teil.


Die Formwertnoten:

vorzüglich (V), sehr gut (SG), gut (G), genügend (Ggd), disqualifiziert (Disq)

„Vorzüglich“ bekommt nur ein Hund der dem Idealstandard sehr nahe kommt, erstklassig vorgeführt wird und ein harmonisches und ausgeglichenes Wesen ausstrahlt.
„Sehr gut“ bekommen Hunde, die die typischen Merkmale ihrer Rasse haben.
Mit „Gut“ wird ein Hund bewertet, welcher Fehler aufweist, aber die richtigen Hauptmerkmale besitzt.
„Genügend“ wird einem Hund verliehen, der dem Rassetyp genügend entspricht, aber größere Mängel zeigt.